Slowenien

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Die Bezwinger Russlands: Slowenien

von: wasistwas.de

Zum zweiten Mal sind die Slowenen bei einer Fußball-WM dabei. Überraschend konnten sie die stark eingeschätzten Russen in der Relegation besiegen. Bisher scheiterte Slowenien immer schon in der Vorrunde. Kann es die Mannschaft diesmal besser machen?

Junge Geschichte
 
Die slowenische Nationalmannschaft gibt es erst seit 1991, nachdem sich Slowenien von Jugoslawien abgespalten hatte. Zuvor spielten die Slowenen in der jugoslawischen Nationalelf und wurden zweimal Vize-Europameister und namen acht Mal an Weltmeisterschaften teil. Nach der Abspaltung dauerte es einige Zeit, bis der slowenische Fußball wieder konkurrenzfähig wurde.
 
Die bisher größten Erfolge sind die Qualifikationen zur EM 2000 in Belgien und den Niederlanden und zur WM 2002 in Japan und Südkorea. Bei den beiden Turnieren ernteten die Slowenen aber keinen Erfolg. Als Gruppeletzter schieden sie beide Male aus, in Japan und Südkorea sogar ohne einen einzigen Punkt. Zur WM 2006 qualifizierte man sich nicht.

Russlands Bezwinger
 
In der Qualifikation zu WM 2010 warf Slowenien gleich drei Mannschaften aus dem Rennen, die man für sichere Teilnehmer gehalten hatte. In ihrer Gruppe belegten sie Platz zwei hinter der Slowakei und vor Tschechien und Polen, womit diese die Qualifikation verpassten. In der Relegation gab es in Moskau gegen Russland eine 2:1 Niederlage. Im Rückspiel gewannen die Slowenen 1:0. Wegen der Auswärtstorregel qualifizierte sich Slowenien und warf Russland raus.
 
Der Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze ist Zlatko Zahovic, der von 1992 bis 2004 in 80 Spielen für Slowenien 35 Treffer erzielte. Bisher gab es nur ein Aufeinandertreffen der Slowenen mit der deutschen Nationalmannschaft. 2005 erkämpfte sich Deutschland einen 1:0-Sieg durch Lukas Podolskis Tor in der 27. Minute.

Der Trainer
 
Matjaž Kek führt die Slowenische Nationalmannschaft zum WM-Turnier nach Südafrika. Seine erste Trainerstation war PK Maribor, mit dem er zweimal die slowenische Meisterschaft gewann. Danach trainierte er die U15- und U16-Auswahlen des slowenischen Verbandes, ehe er 2007 das Amt des Cheftrainers antrat und mit der Mannschaft auf Anhieb die Qualifikation für die WM 2010 schaffte.
 
Bunter Haufen
 
Die Spieler der slowenischen Nationalmannschaft spielen verstreut über ganz Europa in den verschiedensten europäischen Ligen, von England bis Israel. Das Prunkstück des Teams ist Torwart Samir Handanovic, der in der italienischen Serie A bei Udinese Calcio im Kasten steht. Die meisten anderen Spieler spielen entweder bei unterklassigen Vereinen, oder kommen nur selten zum Einsatz.

Die Stärke der Slowenen liegt im Konterspiel. Hier können sie im Angriff auf drei gute Spieler zurückgreifen. Milevoje Novakovic geht beim 1. FC Köln auf Torejagd. Auch Zlatko Dedic spielt in Deutschland bei Absteiger Bochum. Der dritte im Bunde ist Valter Birsa, der beim AJ Auxerre in Frankreich sein Geld verdient. Aber dennoch haben die Slowenen nicht die Klasse in ihren Reihen, wie andere europäische Mannschaften.
 
Nichts zu verlieren
 
Die Slowenen treffen in der Gruppe C auf England, die USA und Algerien. So wollen versuchen, die schlechten Ergebnisse ihrer beiden letzten Turniere wieder gutzumachen und haben nichts zu verlieren. Allerdings wird es schwer gegen die Engländer und auch gegen die USA zu bestehen. Wenn alles wie erwartet läuft, haben die Slowenen keine Chance auf das Achtelfinale.

06.06.2010 // Text: Jan Wrede

Länderinfos

von: www.hanisauLand.de

Slowenien ist ein kleines Land in Südosteuropa und hat Landesgrenzen mit Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien.  Die Hauptstadt heißt Ljubljana. 280.000 Menschen leben in der Hauptstadt, insgesamt hat das Land etwa zwei  Millionen Einwohner.  Viele Jahrhunderte lang gehörten große Teile seines heutigen Territoriums  zum habsburgischen Reich. Das ist der Grund dafür, dass es bis zum Zweiten Weltkrieg eine deutschsprachige Bevölkerungsgruppe im Lande gab. Zeitweise waren Teile Sloweniens unter italienischer Herrschaft, deshalb sprechen heute noch viele Slowenen Italienisch. Die offizielle Landessprache ist Slowenisch.

©Jasminka Becker/PIXELIO©Jasminka Becker/PIXELIO

Seit 2004 in der EU

Im 20. Jahrhundert gehörte Slowenien die meiste Zeit zu Jugoslawien. 1991 erklärte sich das Land als unabhängig und gewann auch tatsächlich nach einigen Schwierigkeiten als erstes Land des ehemaligen Jugoslawiens seine Eigenstaatlichkeit. Die Länder der europäischen Gemeinschaft erkannten die Souveränität des Landes an und nahmen Slowenien 2004 als Mitglied in der Europäischen Union auf. 2007 wurde Slowenien dann auch Mitglied der Eurozone.

Fußball, Basketball und Handball sehr beliebt

Fußball ist eine von mehreren wichtigen Sportarten im Lande. Basketball ist ebenfalls sehr beliebt. 2004 wurde auch die Handball-Europameisterschaft in Ljubljana ausgetragen und Slowenien wurde Vizemeister. 2002 nahm Slowenien zum ersten Mal als eigenständiges Land an einer Fußball WM teil, schied aber schon in der Vorrunde aus. Für die WM 2010 qualifizierte sich die Slowenische Nationalmannschaft durch einen Sieg über die russische Mannschaft. Das einzige Tor, das gleichzeitig das Siegestor war, erzielte dabei der Bochumer Bundesliga-Stürmer Zlatko Dedic.