Serbien
Mannschaftsinfos
Zum ersten Mal alleine dabei: Serbien
von: wasistwas.de
2006 traten die Serben noch in der gemeinsamen Nationalmannschaft von Serbien und Montenegro an. Das Staatenbündnis löste sich aber im selben Jahr auf, weshalb die Serben nun eine eigene Nationalmannschaft haben. Wie weit kommen sie ohne Montenegro bei dieser WM?
Wechselhafte Geschichte
Bis 2003 gehörte Serbien offiziell zu Jugoslawien, weshalb die Fußballer auch in der jugoslawischen Nationalmannschaft spielten. Diese wurde zweimal Vize-Europameister und nahm neun Mal an WM-Endrunden teil. Schon 1993 wurde der Staat aufgelöst. 2003 entstand das Staatenbündnis Serbien-Montenegro, aus zwei Territorien, die nun auch zusammen Fußball spielten.
Doch auch dieses Bündnis hielt nicht lange und 2006 löste sich Montenegro von Serbien ab. Zur WM 2006 hatte man sich aber zusammen qualifiziert und so wurde das Turnier von der serbisch-montenegrinischen Nationalmannschaft bestritten. Das Land Serbien-Montenegro gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Nach der erfolglosen WM (Aus in der Vorrunde ohne Punktgewinn) wurde auch die sportliche Zusammenarbeit beendet.
Die weißen Adler Serbiens
Seit 2006 gibt es nun also den serbischen Fußballverband, der eine eigene Mannschaft stellt. Seine Spieler werden auch „Beli Orlovi“, zu deutsch „Die weißen Adler“ genannt, da das Wappentier der Serben ein solcher Adler ist. Die junge Nationalmannschaft hat noch nicht allzu viele Länderspiele bestritten, sodass 32 Partien und 12 Tore reichen, um Rekordspieler beziehungsweise -torschütze zu sein.
Diese Rekorde haben Vladimir Stojkovic, Danko Lazovic und Nikola Zigic inne. 2008 gab es das bisher einzige Duell mit dem deutschen Team. In Gelsenkirchen in der Arena auf Schalke unterlagen die Serben der deutschen Auswahl mit 1:2.
Der Trainer der Serben
Die Serben werden von Radomir Antic seit 2008 trainiert. Er war zuvor vor allem in Spanien als Coach tätig. Dort saß er auf der Trainerbank von Saragossa, Real Madrid, dem FC Barcelon und Celta Vigo. In seiner Zeit bei Atletico Madrid von 1995 bis 2000 gewann er eine spanische Meisterschaft und holte in derselben Saison den Pokal und damit das Double.
Gut besetzt
Antics Mannschaft besteht zum allergrößten Teil aus Spielern, die in europäischen Top-Ligen spielen. Kapitän und Star des Teams ist Mittelfeldspieler Dejan Stankovic, Champions-League-Sieger mit Inter Mailand. Im Sturm spielt der ehemalige Berliner Marko Pantelic (jetzt Ajax Amsterdam). In der Viererkette stehen unter anderem Nemanja Vidic (Manchester United), Branislav Ivanovic (FC Chelsea) und Neven Subotic von Borussia Dortmund.
Auf so gut wie allen Positionen kann Antic auf Spieler mit hoher Qualität zurückgreifen, die auf höchstem Niveau spielen können. Vor allem in der Viererkette sind die Serben ausgezeichnet besetzt und haben noch gute Ersatzspieler auf dieser Position. Der Schwachpunkt liegt im Tor, wo mit Stojkovic nur der zweite Torwart von Wigan Athletic steht.
Deutscher Gruppengegner
Die Serben spielen in der Gruppe D gegen Ghana, Australien und auch gegen Deutschland. Die deutsche Nationalmannschaft sollte normalerweise den ersten Platz in der Gruppe sichern. Dahinter kann man eigentlich keine Prognose wagen, da alle Mannschaften etwa gleich stark sind. Daher haben auch die Serben eine gute Chance auf den Achtelfinaleinzug.
05.06.2010 // Text: Jan Wrede
Länderinfos
von: www.hanisauLand.de
Mit 7,2 Millionen Einwohnern gehört Serbien zu den kleineren Staaten Europas. Einst war es das Kernland des sozialistischen Bundesstaates Jugoslawien, der seit 1945 bestand. Nach inneren Unruhen zerfiel der Staat Anfang der 1990er Jahre. Ab 1991 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Die ehemaligen Teilstaaten Jugoslawiens wurden nach und nach unabhängig. Eine Ausnahme war Montenegro, das einige Jahre zusammen mit Serbien den Staat Serbien-Montenegro bildete. Im Juni 2006 wurde dieser Staat aufgelöst und die beiden Länder wurden selbständig. Zurzeit laufen Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Serbien, die zur Aufnahme des Landes in die Europäische Union führen sollen.
Hauptstadt Belgrad
Die Hauptstadt des Landes ist Belgrad. Die Stadt mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern ist Dreh- und Angelpunkt für den Verkehr zwischen Mittel- und Südosteuropa. Deshalb nennt man es oftmals auch „Tor zum Balkan“.
Fußball, Tennis und Basketball
An der Fußball WM 2006 nahm Serbien-Montenegro noch als ein Land teil. Danach trennten sich die Mannschaften. Neben Fußball sind in Serbien Basketball und besonders Tennis sehr beliebt. Einige der bekanntesten Tennisasse der Weltranglisten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen stammen aus Serbien.
Marakana heißt das größte Fußballstadion des Landes in Belgrad. Es fasst 55 000 Sitzplätze und ist nach dem berühmten Maracanã Stadium im brasilianischen Rio de Janeiro benannt.
Für die WM 2010 hat sich Serbien qualifiziert und spielt in Gruppe D, wo es den dritten Platz hinter Deutschland und Australien einnimmt. Das erste Spiel zwischen Deutschland und Serbien ist für den 18.6.2010 in Port Elizabeth in Südafrika angesetzt.







