Honduras
Mannschaftsinfos
Honduras – Underdogs aus Mittelamerika
von: wasistwas.de
Ein große Fußballnation verbindet man mit dem Namen Honduras nicht unbedingt. 1982 konnte sich das Land zum ersten und letzten Mal für eine Fußball-WM qualifizieren. 2010 in Südafrika sind die Mittelamerikaner wieder mit dabei. Haben sie eine Chance?
Fußball in Honduras
Zwar ist der Fußball in Honduras Nationalsport, aber kaum jemand würde Honduras und den Gewinn der Weltmeisterschaft in einem Atemzug nennen. Die Erfolge der honduranischen Mannschaft sind tatsächlich eher gering. 1991 wurden sie beim Gold Cup, der Meisterschaft von Mittel- und Nordamerika Zweiter. Bie der Copa America 2001 errangen sie den dritten Platz und besiegten sogar Brasilien.
Zu Weltmeisterschaften konnte sich Honduras bisher nur einmal qualifizieren. 1982 bei der WM in Spanien spielte man Unentschieden gegen Nordirland und Spanien und verlor gegen Jugoslawien. Damit schieden die Honduraner schon in der Vorrunde aus und ihr bislang einziger WM-Auftritt war zu Ende.
Los Catrachos
Die Spieler der honduranischen Nationalmannschaft werden auch als „Los Catrachos“ bezeichnet, was so viel heißt wie „Die Honduraner“. Armado Guevara ist mit 135 Spielen der Rekordspieler von Honduras. Carlos Pavón hat mit 57 Treffern die meisten Tore in der honduranischen Nationalmannschaft erzielt.
Da Honduras nur selten auf der internationalen Fußball-Bühne auftauchte, gibt es auch nur wenige Duelle mit europäischen Mannschaften. Auch gegen Deutschland hat Honduras noch nie gespielt und werden es bei dieser WM wohl auch nicht, es sei denn beide Mannschaften kämen ins Halbfinale.
Ein Kolumbianer als Trainer
Die Mannschaft Honduras' wird vom Kolumbianer Reynaldo Rueda trainiert. Er war zunächst Coach der kolumbianischen Jugendauswahlen und schließlich kolumbianischer Teamchef. Allerdings verpasste er mit Kolumbien die WM-Qualifikation 2006. Seit 2007 betreut er die Catrachos und führte sie zu Weltmeisterschaft nach Südafrika. Es ist erst die zweite Qualifikation der honduranischen Fußballgeschichte.
Der Kader
Der Kader des honduranischen Teams besteht zum Großteil aus Spielern aus der heimischen Liga, wie Rekordtorschütze Carlos Pavón. Aber es gibt auch einige Europa-Legionäre. Der bekannteste ist David Suazo vom italienischen CFC Genua. In der englischen Premier League spielen Maynor Figueroa (Wigan Athletic) und Wilson Palacios (Tottenham). Mittelfeldspieler Julio César de León ist in der zweiten italienischen Liga beim FC Turin aktiv.
Neben der mangelnden Erfahrung bei großen Turnieren ist die Torwart-Position die Schwachstelle des Teams. Noel Valladares hat in Honduras keine Konkurrenz und kassierte 18 Tore in 18 Qualifikationsspielen.
Die Prognose
Honduras bekommt es in der Gruppe H mit Spanien, der Schweiz und Chile zu tun. Es wird schwer für den Außenseiter aus Mittelamerika, vor allem gegen Spanien und die Schweiz zu bestehen. Wahrscheinlich müssen sich die Catrachos schon nach der Vorrunde von der WM verabschieden. Aber sie haben nichts zu verlieren und vielleicht gelingt ihnen ja eine Überraschung.
04.06.2010 // Text: Jan Wrede
Länderinfos
von: www.hanisauLand.de
Honduras ist ein kleines Land in Mittelamerika. Dort leben etwa 7,6 Millionen Menschen. Honduras hat sowohl Küsten am Pazifischen wie am Atlantischen Ozean. Die Einwohner/innen sprechen in der Mehrzahl Spanisch. An der karibischen Küste gibt es die Volksgruppe von Garifunas: sie stammen von afrikanischen Sklaven ab, die ihre eigene Sprache und Musik bewahrt haben. Columbus war 1502 der erste Seefahrer, der vor dieser Küste ankerte. Weil ihm die Gewässer dort wegen Riffen und Untiefen zu gefährlich erschienen, segelte er wieder davon. Und da in den spanischen Seekarten der Begriff „Honduras“ („Untiefen“) für dieses Gebiet eingetragen war, wurde das Land schließlich so benannt. 1523 wurde Honduras von den Spaniern erobert und Teil des spanischen Kolonialreiches. Im 19. Jahrhundert wurde das Land unabhängig.
©Oliver Brunner/PIXELIO
Tegucigalpa ohne Eisenbahn
Die Hauptstadt Tegucigalpa liegt fast 1000 Meter über dem Meeresspiegel und hat über eine Millionen Einwohner. Für die spanischen Eroberer war die Stadt wichtig, weil es in der Nähe große Silberbergwerke gab. Bis heute gibt es in dieser Stadt keine Eisenbahn, die Menschen fahren mit Fahrrädern, Autos oder Bussen.
Fußballkrieg
Fußball ist auch in Honduras ein Nationalsport. Wie weit der Nationalstolz für den Fußball gehen kann, zeigt der 1969 ausgebrochene sogenannte Fußballkrieg mit dem Nachbarstaat San Salvador. Nach Spielen in Honduras und in San Salvador kam es in Honduras zu Ausschreitungen gegen Menschen aus San Salvador, die dort Arbeit suchten. Im Krieg flohen Zehntausende von ihnen aus dem Land, viele Menschen verloren sogar ihr Leben. 100 Stunden dauerten die Kampfhandlungen, deshalb spricht man auch vom „Hundert-Stunden Krieg“. Doch unter internationalem Druck kam es nach wenigen Tagen zu Friedensverhandlungen.
Im internationalen Fußball spielte die Nationalmannschaft bisher keine große Rolle. Das letzte Mal nahm Honduras an der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien teil, kam aber über die Vorrunde nicht hinaus. Dieses Mal erwarten die Fußballfans des Landes von ihrer Mannschaft, dass sie sich einen Namen macht.







