England

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England – das Mutterland des Fußballs

von: wasistwas.de

England gilt als Geburtsort des modernen Fußballs. Hier gab es den ersten Fußballverein und die erste Nationalmannschaft. Dennoch waren die „Three Lions“ erst einmal Weltmeister. Schaffen sie es 2010 endlich wieder ganz nach oben?

Lange Tradition
 
Der englische Fußball hat wohl die längste Tradition in Europa. 1857 gab es mit dem FC Sheffield den ersten Fußballclub der Welt und 1872 bestritt England das erste Länderspiel der Geschichte gegen Schottland. Der englische Fußball gehörte eigentlich immer mit zur Weltspitze, doch die Engländer konnten bei internationalen Turnieren kaum einen Erfolg feiern.
 
Zwölf Mal waren sie schon bei Weltmeisterschaften dabei. Nur 1966 bei der WM im eigenen Land konnten sie den Weltmeistertitel erringen (durch Mithilfe des Wembley-Tores). Auch bei Europameisterschaften drang England maximal ins Halbfinale vor. Die WM 2006 endete für England im Viertelfinale nach einer Niederlage im Elfmeterschießen (nicht gerade Englands Stärke) gegen Portugal.

Die drei Löwen
 
Die englische Nationalmannschaft trägt den Spitznamen „Three Lions“, was „Drei Löwen“ bedeutet. Das rührt von dem Wappen des englischen Fußballverbandes, das die Spieler auf den Trikots haben und welches drei Löwen zeigt. Peter Shilton spielte von 1970 bis 1990 125 für die Three Lions. Sir Bobby Charlton, von 1958 bis 1970 aktiv, erzielte mit 49 die meisten Tore in der Nationalmannschaft.
 
Vor allem gegen Deutschland hat sich England in der Vergangenheit umkämpfte Duelle geliefert. In 31 Partien waren die Three Lions 15 Mal siegreich und mussten sich 10 geschlagen geben. Bei den Duellen bei WM und EM liegen die Deutschen knapp vorne. Im denkwürdigen Finale 1966 gewannen die Engländer durch ein Tor, dass eigentlich gar kein Tor war, und als Wembley-Tor in die Fußballgeschichte einging.

Der Trainer
 
Der Italiener Fabio Cappello führt die Engländer zu Weltmeisterschaft nach Südafrika. Er übernahm das Team 2007, nachdem die Qualifikation zur EM 2008 verpasst wurde. Zuvor war er in Italien Trainer, wo er mit den AC Mailand, Juventus Turin und dem AS Rom sieben Meisterschaften holte und mit Mailand sogar die Champions League gewann. Mit Real Madrid wurde er zweimal spanischer Meister.
 
Der Kader der Löwen
 
Die englische Premier League ist die beste Fußballliga der Welt. Alle Akteure der Nationalmannschaft spielen dort. Die Verteidigung ist mit Ashley Cole und John Terry (beide Chelsea) gut aufgestellt, musste aber den verletzungsbedingten Verlust von Kapitän Rio Ferdinand in Kauf nehmen. Im Mittelfeld stechen die beiden Spielmacher Steven Gerrard (Liverpool, jetzt Kapitän) und Frank Lampard (Chelsea) heraus.

Stürmer Nummer Eins ist Wayne Rooney von Manchester United, der in der letzten Saison 34 Tore erzielt hat. Die englische Mannschaft ist auf allen Positionen exzellent besetzt. Einzig im Tor liegt traditionell eine Schwäche. David James, wahrscheinlich die Nummer Eins ist gerade mit dem FC Portsmouth abgestiegen.
 
Ist England Favorit?
 
In der Gruppe C spielen die Engländer gegen die USA, Algerien und Slowenien. Die Gruppe dürfte allerdings kein allzu großes Problem darstellen, das Achtelfinale ist Pflicht. Angesichts der hochkarätigen Spieler Englands müsste man eigentlich England zu den Favoriten rechnen. Doch in der Vergangenheit haben sie oft bei großen Turnieren enttäuscht. Wenn aber alles stimmt im Team, können sie auch um den Titel mitspielen, solange es nicht ins Elfmeterschießen geht.

06.06.2010 // Text: Jan Wrede

Länderinfos

von: www.hanisauLand.de

Wenn man in Deutschland von England spricht, meint man meistens Großbritannien. Aber England ist nur ein Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien, zu dem außer England auch Wales, Schottland und Nordirland gehören.
Großbritannien ist insgesamt etwas kleiner als Deutschland und hat ein Viertel weniger Einwohner.

London, Hauptstadt einer Weltmacht

England selbst ist der Größte der Teilstaaten und dort liegt auch die Hauptstadt London, am Fluss Themse. Die Stadt mit ihren 12,6 Millionen Einwohnern ist die wichtigste Stadt des Königreiches. England ist eine Monarchie. Königin Elizabeth II regiert seit 1952. Sie ist offizielles Staatsoberhaupt. Eines der bekanntesten Gebäude Londons ist der Buckingham-Palast, er ist der offizielle Sitz der Queen. Touristenattraktionen sind der Tower, der Trafalgar Square mit der Nelson Säule und der Piccadilly Circus.

Obwohl Großbritannien in der Europäischen Union ist, hat man die eigene Währung, das englische Pfund, beibehalten. London ist ein wichtiges internationales Finanzzentrum und wurde von der Wirtschaftskrise 2008 schwer getroffen.

Unter dem Ärmelkanal, der England vom europäischen Festland trennt, gibt es seit 1994 einen 50 km langen Eisenbahntunnel, der das Reisen vom Kontinent auf die britischen Inseln erleichtert. Nicht alle Briten waren damit einverstanden, denn sie fürchteten, dass dann zu viele Kontinentaleuropäer auf ihre Insel kommen könnten. Inzwischen sind die Proteste aber längst verstummt.

Zwölf Mal bisher an einer WM teilgenommen

Weil Großbritannien aus vier Teilen besteht, gibt es auch mehrere Nationalmannschaften. Für die Weltmeisterschaft 2010 hat sich aber, genauso wie bei der Weltmeisterschaft 2008, nur die Mannschaft von England qualifiziert. Zwölf Mal hat England bisher an Fußballweltmeisterschaften teilgenommen. 1966 gewann es den Titel mit einem 4:2 gegen Deutschland. Das war auch der bisher größte internationale Erfolg der englischen Nationalmannschaft.