Elfenbeinküste

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Elfenbeinküste wieder dabei

von: wasistwas.de

Die Elefanten, die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste, ist die Hoffnung des durch Bürgerkrieg zerrissenen Landes. Zum zweiten Mal in Folge qualifizierte sich das westafrikanische Land für die Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Der Landesname deutet auf das wichtigste Ausfuhrprodukt früherer Zeiten hin, das Elfenbein. Heute exportieren die Ivorer vor allem Kakao. Doch da die Preise für dieses Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt drastisch sanken, kam es 1999 zu einer Wirtschaftskrise. Seither erschüttern immer neue Unruhen das Land, in dem Blauhelmsoldaten der UNO und französische Militärkräfte versuchen, für Ruhe zu sorgen.

Die Elefanten sollen das Volk zusammenbringen
In dieser schwierigen Situation ist es für die Ivorer ein Zeichen der Hoffnung, dass ihre Fußball-Nationalmannschaft, die „Elefanten“ den Africas’ Cup 2006 für sich entscheiden konnten und nun zum zweiten Mal an der Fußballweltmeisterschaft teilnehmen.
Während bis zum Jahr 2000 in dem westafrikanischen Land 60 verschiedene Ethnien, Christen und Muslime, Einwanderer unterschiedlichster Herkunft friedlich zusammengelebt hatten, wiegelte Präsident Laurent Gbagbo, der mittels gefälschter Wahlen an die Macht kam die Volksgruppen gegeneinander auf. Das Resultat: Bürgerkrieg in dem einst wohlhabenden Land.
 
Auch die Spieler der Nationalmannschaft stammen aus verschiedene Volks- und Religionsgruppen und sie hoffen, dass ihre Einheit ein Symbol für ihr zerrissenes Land werden könnte. Deshalb ist für sie das Siegen auch besonders wichtig, da es nicht nur sportliche, sondern auch politische Bedeutung hat.
 
Fußball – heimlicher Nationalsport
Offizielle Statistiken sprechen zwar davon, dass nur jeder 190. Einwohner der Elfenbeinküste registrierter aktiver Fußballspieler ist, doch in Wirklichkeit kickt hier wohl fast jeder Junge, sobald er laufen kann und irgendetwas Ballähnliches zur Verfügung hat und sei es eine ausgestopfte Plastiktüte.
 
Auf diese Weise kamen wohl auch die Elefanten zu ihrem Sport. Doch trotz Engagement und großartiger Spieltechnik blieb ihnen die Teilnahme an einer WM bislang verwehrt. Und fast wäre es diesmal wieder so gekommen.
 
Das Team – in europäischen Diensten
 
Die Elefanten sind ein eingespieltes Team und das nicht erst seit kurzem. Viele von ihnen besuchten als Jugendliche gemeinsam die Fußballakademie des ASEC Mimosas in Abidjan, die beste Kickerschule im ganzen Land. Unter ihnen auch Kapitän Didier Zokara vom FC Sevilla.
 
Heute spielen fast alle Spieler in den europäischen Ligen. Der Star unter ihnen, Didier Drogba (Angriff) steht beim FC Chelsea unter Vertrag. Auch aus Deutschland ist jemand dabei: Guy Demel vom Hamburger SV und Athur Boka vm VfB Stuttgart. Neben Drogba ragt noch Yaya Touré vom FC Barcelona aus der jungen Mannschaft herraus. Der Mittelfeldspieler ist technisch versiert und durchsetzungsfähig. 
 
Der Coach
Trainiert wird die Mannschaft seit diesem Jahr vm Schweden Sven-Göran Eriksson. Der erfahrene Trainer holte schon in Schweden, Italien und Portugal viele Pokale und Meisterschaften. Von 2001 bis 2006 war er englischer Nationaltrainer. Nun nimmt er sich der Herausferung einer afrikanischen Mannschaft an.
 
Harte Gruppe G
Die Elfenbeinküste muss in der Gruppe G gegen Brasilien, Portugal und Nordkorea ran. Das wird eine sehr schwierige Aufgabe gegen die beiden Favoriten Brasilien und Portugal. Aber vielleicht gelingt den Ivorern ja eine Überraschung. Schon 2006 begeisterten sie mit gutem Fußball. Warum sollte die Sensation nicht möglich sein?   

Text: LM – 01.06.06, Update 26.05.10 Jan Wrede, Foto: http://www.fifci.net/.



Länderinfos

von: www.hanisauLand.de

Yamoussoukro heißt die Hauptstadt dieses westafrikanischen Landes, das etwas kleiner als Deutschland ist. Die fast 19 Millionen Einwohner gliedern sich in mehr als 60 unterschiedliche Völker, die alle ihre eigenen Sprachen haben. Die Elfenbeinküste war bis 1960 französische Kolonie und wegen der sprachlichen Vielfalt hat man Französisch als offizielle Sprache beibehalten. Abidjan, das im Süden an der Küste liegt, ist mit 3,5 Millionen Einwohnern und einem wichtigen Hafen die größte Stadt des Landes.

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Nach innenpolitischen Krisen geht es heute wieder aufwärts

Wegen innenpolitischer Krisen kam es seit 1999 zu Aufständen. Die UNO schickte Blauhelmsoldaten ins Land, um die internen Kämpfe zu beenden. 2007 wurde ein Friedensvertrag geschlossen und seitdem geht es wieder aufwärts.

Da das Land nahe am Äquator liegt, ist es dort ziemlich warm, der Jahresdurchschnitt liegt bei 28 Grad Celsius plus.

Die Elfenbeinküste ist weltgrößter Kakaoproduzent. Da in neuerer Zeit auch Erdöl gefunden hat, verdient das Land mehr am Öl als am  Kakao.  Ein weiteres wichtiges Exportprodukt ist Kaffee.

 Die „Elefanten“ haben sich viel vorgenommen

Schon 2006 qualifizierte sich die Elfenbeinnüsse für die Fußballweltmeisterschaft, schied aber nach Niederlagen gegen Argentinien und den Niederlanden  bereits in der Vorrunde aus. Pech hatte die Mannschaft, deren Spitzname „die Elefanten“ ist, auch bei der Afrikameisterschaft im Frühjahr 2010. Das Turnier musste sie im Viertelfinale nach der Niederlage gegen Algerien verlassen.