Deutschland

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Deutschland: 54, 74, 90, 2010?

von: wasistwas.de

Noch in bester Erinnerung ist uns allen das Sommermärchen 2006, in dem die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in eigenen Land Weltmeister der Herzen wurde. Damals scheiterte man im Halbfinale. Reicht es diesmal zum großen Titel?
 
Ganz vorn dabei
 
Schon 1900 wurde der Deutsche Fußballbund gedründet und 1908 das erste offizielle Länderspiel ausgetragen. Fußball wurde zum deutschen Nationalsport und die Nationalmannschaft, so wie die Bundesliga entwickelten sich über die Jahre zu den besten der Welt. Nach Brasilien und Italien ist Deutschland die erfolgreichste Fußballnation der Welt.
 
Bei zehn EM-Teilnahmen wurde Deutschland dreimal Europameister. Deutschland hat bereit 16 Teilnahmen bei Weltmeisterschaften vorzuweisen. Dreimal (1954, 1974 und 1990) wurde Deutschland Weltmeister und brachte Fußball-Legenden wie Fritz Walther, Franz Beckenbauer und Sepp Maier hervor. Außerdem gab es vier Vize-Weltmeistertitel und drei dritte Plätze.
 
Deutschland – Ein Sommermärchen
 
Im Jahr 2006 war Deutschland nach 1974 zum zweiten Mal Austragungsort einer WM-Endrunde. Das Turnier sollte zum großen Spektakel werden, dass im Land lange in Erinnerung bleiben wird. In der Vorrunder zog die deutsche Elf um Trainer Jürgen Klinsmann nach Siegen über Costa Rica, Polen und Ecuador souverän ins Achtelfinale ein.
 
Dort spielte man gegen die Schweden, die man mit 2:0 nach Hause schickte. Im Viertelfinale gegen Argentinien geriet man zum ersten Mal in Rückstand. Mirolav Klose, mit fünf Treffern Torschützenkönig, konnte jedoch ausgleichen. Im Elfmeterschießen hielt Jens Lehmann zwei Elfer und Deutschland zog ins Halbfinale ein, wo man in der Verlängerung Italien mit 0:2 unterlag. Mit einem 3:1-Sieg über Portugal sicherte sich die deutsche Auswahl Platz Drei.
 
Der Teamchef
 
Trainiert wird die Mannschaft seit 2006 von Joachim Löw. Er war Co-Trainer bei der WM 2006 unter Jürgen Klinsmann und übernahm die Nationalelf nach dessen Rücktritt. Zuvor saß er beim VfB Stuttgart, beim Karlsruher SC und bei Fenerbahce Istanbul auf der Trainerbank. Löw führte Deutschland auch zur EM 2008, wo sich die Mannschaft bis ins Finale vorkämpfte und sich nur Spanien geschlagen geben musste.
 
Verletzungssorgen
 
Bundestrainer Joachim Löw musste im Vorfeld der WM 2010 viele Ausfälle verschmerzen. Die etatmäßige Nummer Eins im Tor Rene Adler zog sich eine Rippenverletzung zu. Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea wurde im englischen Pokalfinale dermaßen hart gefoult, dass er wegen einer Fußverletzung nicht teilnehmen kann.
 
Auch Christian Träsch (Sprunggelenksverletzung), Simon Rolfes (Knieverletzung) und Heiko Westermann (Kahnbeinbruch im Fuß) mussten für die WM absagen. Damit fehlen dem Bundestrainer auf mehreren Positionen wichtige Leistungsträger.
 
Der Kader
 
Manuel Neuer (FC Schalke) wurde nach der Verletzung von Rene Adler zur neuen Nummer Eins bestimmt. Vor allem die Abwehr besticht durch Erfahrung und Routine mit Arne Friedrich (Berlin), Per Mertesacker (Bremen) und dem neuen Kapitän Philipp Lahm (Bayern). Im Mittelfeld spielen Bastian Schweinsteiger (Bayern) und Sami Khedira (Stuttgart) zentral defensiv.
 
Die Offensive übernehmen der Bremer Mesut Özil, Thomas Müller (Bayern) und Marko Marin (Bremen). Im Sturm sind Lukas Podolski (Köln), der eingebürgerte Cacau (Stuttgart) oder Miroslav Klose (Bayern) erste Wahl. Daneben hat Joachim Löw viele junge Spieler zur Ergänzung mit in den Kader berufen. Darunter sind zum Beispiel Abwehrspieler Holger Badstuber und Dennis Aogo.
 
54, 74, 90, 2010?
 
In der Gruppe D bekommt es Deutschland mit Serbien, Australien und Ghana zu tun. Kein leichtes Los, denn alle Mannschaften sind spielstark und schwer zu besiegen. Aber dennoch sollte die Mannschaft problemlos das Achtelfinale ereichen.
 
Ob es für den Titel reicht, hängt davon ab, wie die Ausfälle kompensiert werden können. Deutschland ist bekannt dafür, eine Turniermannschaft zu sein und wenn alle Spieler ihr Potenzial abrufen, ist alles möglich, sogar ein weiteres Sommermärchen.
 
 
05.06.2010 // Text: Jan Wrede

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von: www.hanisauLand.de

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