Chile

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Chile – die Roten aus den Anden

von: wasistwas.de

Nach zwölf Jahren Abwesenheit von der Weltbühne Fußball sind die Chilenen endlich wieder bei einer Fußballweltmeisterschaft dabei. Ein Argentinier soll bei der achten WM-Teilnahme zum Erfolg führen. Geht dieser Plan auf?

Noch nie Südamerikameister
 
Schon seit 1910 gibt es in Chile eine Fußballnationalmannschaft. Doch Erfolge, sowie Qualifikationen zu Weltmeisterschaften gab es in unregelmäßigen Abständen. Es stellte sich keine Konstanz in der chilenischen Mannschaft ein. In Südamerika ist Chile neben Venezuela das einzige Land, das noch die die Copa America gewinnen konnte.
 
Sieben Mal hat es die Nation aus den Anden bisher zu WM-Endrunden geschafft. Allerdings scheiterten sie schon meist in der Vorrunde. Das beste Ergebnis erzielten sie 1962 bei der WM im eigenen Land. Dort schaffte man es bis ins Halbfinale, wo man am Brasilien mit 4:2 scheiterte. Durch einen 1:0-Sieg über Jugoslawien konnte sich Chile aber noch den dritten Platz sichern.

La Roja
 
Die Trikots der Chilenen sind traditionell rot gefärbt, weswegen man die chilenenische Nationalmannschaft auch „La Roja“ nennt. Das bedeutet so viel wie „Die Rote“. Rekordspieler der Roja ist Leonel Sánchez, der in den 50ern und 60ern spielte und bei der WM 1962 dabei war. Er machte 84 Spiele. Die meisten Tore (37) in der Nationalelf erzielte Marcelo Salas.
 
Gegen Deutschland gab es insgesamt sechs Duelle, drei davon bei Weltmeisterschaften. In sechs Partien konnte Chile zweimal gewinnen. Die drei Spiele bei der WM gingen allesamt an die deutsche Elf, darunter auch ein 2:0 in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 1962 in Chile. Seit 1982, als Deutschland 4:1 gewann, haben die beiden Mannschaften nicht mehr gegeneinander gespielt.

Der Argentinier
 
Auf der Trainerbank der Chilenen sitzt ein Argentinier: Marcelo Bielsa war von 1998 bis 2004 Trainer der argentinischen Nationalmannschaft. Er führte sie zur Weltmeisterschaft 2002 und zum zweiten platz bei der Copa America 2004. Außerdem gewann er eine Olympische Goldmedaille. Seit 2007 ist der ehemalige Abwehrspieler, dessen aktive Karriere nur eine Saison dauerte, Trainer in Chile. Zuvor war er außerdem bei Espanyol Barcelona.
 
Das chilenische Aufgebot
 
Der prominenteste Spieler Chiles ist Stürmer Humberto Suazo. Er stürmt für Real Saragossa und war mit zehn Treffern Torschützenkönig der südamerikanischen Qualifiktation. Neben ihm spielt Alexis Sánchez von Udinese Calcio. Im Mittelfeld ziehen Matías Fernández (Sporting Lissabon) und Rodrigo Tello (Besiktas Istanbul) die Fäden. Die Abwehr wird von Arturo Vidal aus der Bundesliga (Leverkusen) geführt. Kapitän ist Torwart Claudio Bravo (Real Sociedad).

Die Stärke von „La Roja“ ist der Angriff. Mit Suazo und Sánchez haben die Chilenen. zwei gute Torjäger in ihren Reihen die schon 25 Mal für Chile eingenetzt haben. Durch die Führung von Bielsa ist auch mehr Stabilität in die Mannschaft gekommen. Allerdings fehlt ihr in der Abwehr noch die Alternativen, falls ein Spieler ausfällt. Auch der Spielaufbau der Chilenen ist mangelhaft.
 
Wo landet Chile?
 
Chile spielt in der Gruppe H gegen Europameister Spanien, die Schweiz und Honduras. Chile wird es nicht leicht haben, gegen die europäischen Mannschaften zu bestehen. Spanien wird sich wahrscheinlich Platz Eins sichern. Aber wenn die Chilenen befreit aufspielen und die Schweizer auf dem falschen Fuß erwischen ist mit etwas Glück das Achtelfinale drin für Chile.


05.06.2010 // Text: Jan Wrede

Länderinfos

von: www.hanisauLand.de

Wenn man auf die Landkarte schaut, so findet man das Land Chile auf der Ostseite Südamerikas Es bildet einen langen schmalen Streifen entlang des Pazifischen Ozeans. Das Land zieht sich von tropischen Gebieten im Norden bis zu fast antarktischen Gebieten ganz im Süden an der Küste  hin. Zu Chile gehören auch die weit im Pazifik gelegene Osterinsel sowie ein Teil der Antarktis. Etwa 17 Millionen Menschen leben im Land, darunter Angehörige verschiedener Indianervölker und Menschen mit europäischen Vorfahren. Santiago de Chile lautet der Name der Hauptstadt, die Staatssprache ist Spanisch. Bis 1865 gehörte Chile zu Spanien, konnte dann aber seine Unabhängigkeit erkämpfen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten auch Deutsche ein. Heute schätzt man, dass gut 300.000 Menschen in Chile deutschstämmig sind.

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Berühmte Forschungsstätten

Die Atacamawüste im Norden gehört zu den trockensten Gebieten der Erde. Wegen der klaren Luft über der Wüste wurden auf den hohen Bergen Sternwarten und Radioteleskope errichtet, mit denen viele neue Sterne entdeckt wurden. Auch deutsche Forscher arbeiten dort.

 

 „Die Rote“

Fußball ist in Chile Nationalsport Nummer eins. Doch wegen der übermächtigen Konkurrenz durch Brasilien und Argentinien auf dem Kontinent hat das Team es schwer, erste Plätze im internationalen Vergleich zu erzielen.

Beim letzten Copa de America 2007 erreichte Chile das Viertelfinale. Zur Teilnahme an der WM qualifizierte sich das Nationalteam „la roja“ („die Rote“), durch einen Sieg über Venezuela. Es ist das ehrgeizige Ziel der Mannschaft, es wie bereits im Jahr 1988 bis zur Endrunde der WM zu schaffen.