Algerien
Mannschaftsinfos
Die Wüstenfüchse aus Nordafrika: Algerien
von:wasistwas.de
2010 nimmt Algerien zum dritten Mal an einer WM-Endrunde teil. 1982 mussten die Algerier ein bitteres Aus in der Vorrunde hinnehmen, als sie nur wegen der schlechteren Tordifferenz scheiterten. Wird es bei dieser WM wieder so knapp?
Fußball in Algerien
Bis zum Jahr 1962 war Algerien eine französische Kolonie und gehörte somit zum Staatsgebiet Frankreichs. Die algerischen Fußballer spielten, wenn sie gut genug waren, mit in der französischen Nationalmannschaft. Aber nach dem Algerienkrieg folgte die Unabhängigkeit und damit auch eine eigene Nationalmannschaft. Diese nahm 13 Mal am Afrika Cup teil und konnte ihn 1990 zum bisher ersten und einzigen Mal gewinnen.
Die zwei WM-Teilnamen 1982 und 1986 endeten jeweils in der Vorrunde. 1982 gewann man gegen Deutschland 2:1, spielte gegen Österreich unentschieden und gewann gegen Chile 3:2. Da allerdings für Deutschland und Österreich ein knapper Sieg der Deutschen für das Weiterkommen reichte, einigte man sich im „Nichtangriffspakt von Gijon“ auf den 1:0-Sieg. Damit war Algerien wegen der schlechteren Tordifferenz ausgeschieden.
Die Wüstenfüchse
Algerien liegt in Nordafrika am Mittelmeer und hat Anteil an der Sahara. In diesem Wüstenklima ist der Fennek, ein Wüstenfuchs zu Hause. Die Nationalmannschaft Algeriens wird deswegen auch „Les Fennecs“, also „Die Wüstenfüchse“ genannt. Mahieddine Meftah hat mit 107 Einsätzen den Rekord für die meisten Partien inne. Abdelhafid Tasfaout erzielte die meisten Treffer (36).
Algerien ist bisher zweimal gegen Deutschland angetreten und hat jedes Mal gewonnen. 1964 gab es ein Freundschaftsspiel, das die Algerier mit 2:0 für sich entscheiden konnten. Bei der WM 1982 gewannen sie 2:1 im Vorrundenspiel, schieden jedoch trotzdem aus.
Algeriens Trainer
Der 64jährige Rabah Saâdane trainiert die algerische Nationalmannschaft seit 2007. Er befindet sich schon in seiner fünften Amtszeit als Nationaltrainer, denn er betreute die Fennecs schon 1981/82, 1985/86, 1999 und 2003/04. Außerdem saß er bei der Nationalmannschaft des Yemen und bei verschiedenen nordafrikanischen Proficlubs auf der Trainerbank.
Der Kader Algeriens
Das Herzstück der Verteidigung bildet Madjid Bougherra, der bei den Glasgow Rangers in Schottland spielt. Neben ihm ist der Bochumer Anthar Yahia aufgestellt. Im Mittelfeld sind auf den Flügeln ebenfalls zwei Bundesliga-Legionäre dabei: Karim Matmour (Mönchengladbach) und Karim Ziani (VfL Wolfsburg).
Während die Algerier über eine eingespielte Abwehr verfügen, liegt ihre Schwäche im offensiven Spiel. Im Mittelfeld haben sie keinen echten Spielmacher, sondern nur zwei Defensive und zwei Flügelspieler. Der erfolgreichste Angreifer Rafik Saifi spielt gerade einmal in der zweiten französischen Liga bei Istres.
Wieder ein knappes Ausscheiden?
Algerien muss in der Gruppe C gegen England, die USA und Slowenien ran. Es wird sehr schwer werden für die Algerier, in dieser Gruppe den zweiten Platz erreichen. Wahrscheinlich holen sich England und die USA die ersten zwei Plätze, während Slowenien und Algerien ausscheiden. Es müsste schon ein kleines Fußballwunder geschehen, damit die Wüstenfüchse ins Achtelfinale einziehen.
06.06.2010 // Text: Jan Wrede
Länderinfos
von: www.hanisauLand.de
Das Land Algerien liegt in Nordafrika. Die beiden Amtssprachen sind Arabisch und Berberisch. In Algier, der Hauptstadt, leben etwa 2,2 Millionen Menschen, im ganzen Land sind es etwa 32 Millionen Menschen. Algerien besteht zum größten Teil aus der Wüste Sahara. Doch an der Mittelmeerküste gibt es ein mediterranes Klima und fruchtbare Landschaften. Deshalb wohnen fast 96 Prozent der Algerier/innen in Küstennähe im Norden auf einem Fünftel der Landesfläche. Der fast vegetationslose Süden ist das Land der Tuareg, die mit ihren Kamelen noch immer die Wüste durchziehen.
©Jerzy/PIXELIO
Ein junges Land mit einem jungen Volk
Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts gehörte Algerien zu Frankreich, nach einem Bürgerkrieg aber wurde es 1962 unabhängig. Die Algerier sind ein junges Volk. Nach einer Statistik von 2003 ist gut ein Drittel der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Heute leben etwa 1,5 Millionen Algerierinnen und Algerier wegen der besseren Arbeitsmöglichkeiten in Frankreich.
Die „Wüstenfüchse“ wollen es wissen
Les Fennecs (die Wüstenfüchse) ist der Spitzname der algerischen Fußballmannschaft. Sie qualifizierte sich bisher drei Mal (1982, 1986 und 2010) zur Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft. Der deutschen Nationalmannschaft ist noch in Erinnerung, dass sie bei der WM 1982 von den „Wüstenfüchsen“ 2:1 geschlagen wurde.
Bei der WM 1982 und 1986 schied Algerien schon früh aus. Der einzige größere internationale Erfolg der Nationalmannschaft danach war der Gewinn des Afrika Cups 1990. Frankreichs Super-Fußballstar der WM 2006 Zinédine Zidan, der auch drei Mal von der FIFA als Welt-Fußballer des Jahrs ausgezeichnet wurde, hat algerische Wurzeln.
In deutschen Fußballligen spielten in der Saison 2009/2010 einige algerische Spieler, so beim VFL Wolfsburg, bei Mainz 05 und bei Borussia Mönchengladbach.







